Urwald Hasbruch nicht für Waldweide opfern!
„Ich kenne das sehr sensible Waldgebiet Hasbruch seit über 60 Jahren und verfolge seine Entwicklung in meiner Eigenschaft als Forsthistoriker über die letzten vier Jahrhunderte. Dazu fühle ich mich als ehemaliger Kuratoriumsvorsitzender durch meinen Einsatz bei der Planung und Verwirklichung der Revitalisierung der Brookbäke, die eine wichtige Lebensader des Hasbruch ist und die Habbrüggerwiesen nunmehr mäandernd durchfließt, diesem Gebiet des Hasbruchs noch besonders verpflichtet.
Gerade in diesem Bereich soll das Wohl der Natur – Wald, Waldränder, Wiesen und Bachlauf mit der angestammten Fauna und Flora – sich ungestört naturnah entwickeln!
Was haben hier reine Nutztiere, wie Heekrinder und Exmoorponys eigentlich verloren?!
Diese Tierarten hat es von Natur aus nie im Hasbruch gegeben!
Meiner Überzeugung nach müsste die künstliche Ansiedlung derartiger Tiere allein schon wegen des hohen Naturschutzstatus des Hasbruch untersagt werden, denn dieses Projekt schadet den Hasbruch und dient dazu auch nicht den Waldbesuchern!
Darüber hinaus soll allein die Einrichtung dieses „pseudo Hutewaldprojekts“ allein schon 150.000 bis 200.000 Euro kosten! Dazu kommen noch erhebliche dauerhafte Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung dieses Projekts!
Es ist dazu geradzu unsinnig, in Zeiten leerer öffentlichen Kassen, hierfür Geld auszugeben, was an anderer Stelle viel dringender gebraucht wird! Übrigens sind in der Regel auch Stiftungsgelder, ganz egal woher sie kommen, letztlich auch Steuergelder!“